Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Achte bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen auf Vollst√§ndigkeit.
  • Es gibt unterschiedliche Vertriebsformen bei Versicherungen – ein Blick hinter die Kulissen ist ratsam!

  • Eine Versicherung muss dir den Schutz nicht gew√§hren, sie kann deinen BU-Antrag auch ablehnen, Leistungen einschr√§nken oder den Schutz zu einem h√∂heren Preis gew√§hren.

  • Ein Versicherungsmakler hat die M√∂glichkeit eine anonyme Risikovoranfrage an (viele) verschiedene Gesellschaften zu senden, um deine Versicherbarkeit vorher zu kl√§ren.

  • Es gibt f√ľr √Ąrztinnen und √Ąrzte Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen.

Beitrag Inhaltsverzeichnis:

1. Aus dem DOC-BU Insider-Alltag: Falsche oder fehlende Angaben bei der Gesundheitspr√ľfung

2. Wer f√ľllte den BU-Antrag aus?

3. Folge von unvollständigen oder falschen Angaben: Die Versicherung zahlt nicht

4. Der Interessenkonflikt: Kunde vs. Versicherungsvermittler

5. Die richtige Aufarbeitung der Gesundheitshistorie – kompetente, freie Versicherungsmakler/-innen gefragt

6. Die DOC-BU Insider Arbeitsweise

7. Die anonyme Risikovoranfrage

8. Warum ist die anonyme Risikovoranfrage wichtig?

9. Folgende Ergebnisse der anonymen Risikovoranfrage sind möglich

10. Was ist eine Ausschlussklausel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung?

11. Beispiele unserer Risikovoranfragen aus der Praxis

12. Sonderaktion: Nachteile einer vereinfachten Gesundheitspr√ľfung

13. Wann solltest du dennoch auf Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen f√ľr √Ąrzte und Medizinstudenten zur√ľckgreifen?

14. Warum wir nicht 20 oder 30 Anbieter auf einmal nach der Versicherbarkeit unserer √Ąrztinnen und √Ąrzte fragen

15. Fazit

1. Aus dem DOC-BU Insider-Alltag: Falsche oder fehlende Angaben bei der Gesundheitspr√ľfung

Falsche oder fehlende Angaben bei der Gesundheitspr√ľfung

Viele √Ąrzte und √Ąrztinnen kommen auf uns zu und wollen eine Zweitmeinung zu ihren Absicherungen erhalten. Allzu h√§ufig erleben wir beim Versicherungs-Check-Up, dass in den gepr√ľften BU-Antr√§gen alle oder sehr viele Fragen nach der Gesundheit mit ‚ÄěNein‚Äú beantwortet wurden. Schon im Artikel zur besten Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr √Ąrzte haben wir ausf√ľhrlich auf die Bedeutung der Gesundheitshistorie hingewiesen.

Jeder kann sich vorstellen, wie wahrscheinlich es ist, dass jemand in den vergangenen f√ľnf oder gar zehn Jahren nie bei einem Arzt gewesen ist. Geht es nach den durchgef√ľhrten Check-Ups sind es zwischen 60% und 80% aller neuen Kunden, die laut BU-Antrag nie oder fast nie eine √§rztliche Behandlung in Anspruch genommen haben. Unserer Erfahrung nach ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies der Wahrheit entspricht, sehr gering.

In der Praxis best√§tigt die Diagnoseliste der Kassen√§rztlichen Vereinigung, dass h√§ufig doch Behandlungen stattfanden. Den Vordruck f√ľr den Anforderung deiner pers√∂nlichen Diagnoseliste findest du auf der BU-Beratung Seite unter Downloads.

2. Wer f√ľllte den BU-Antrag aus?

Stichprobenartige Umfragen bei Assistenz-, Fachärztinnen und Fachärzten, die bereits eine BU abgeschlossen haben, ergaben, dass sie die Gesundheitsangaben oft als weniger wichtig empfanden. Häufig hörten wir die Aussagen:

  • „Die Gesundheitsfragen hat der Vermittler am Computer alle mit ‚ÄöNein‚Äė beantwortet.“

  • „Ich dachte, das muss ich nicht angeben, weil man ja wegen einem Asthma noch lange nicht berufsunf√§hig wird.“

  • „Der Vermittler sagte, dass diese Angaben nicht so wichtig sind.“

  • Ersetze Asthma durch eine beliebige andere Erkrankung – das Ergebnis bleibt gleich.

Auf der Seite des Kunden oder der Kundin bestand demnach nur selten die Gelegenheit, sich mit der eigenen Gesundheitshistorie sowie gegebenenfalls risikorelevanten Freizeitaktivit√§ten (z.B. Tauchen, Klettern mit bestimmten Schwierigkeitsgraden) auseinanderzusetzen. Dabei ist es enorm wichtig, m√∂glichst detailliert die Gesundheitsfragen zu beantworten, sodass der/die Risikopr√ľfer/-in sich ein individuelles Bild machen kann.

Lies hierzu auch unseren Artikel„Beispiele Beantwortung Gesundheitsfragen ‚Äď die richtige Vorgehensweise“

3. Folge von unvollständigen oder falschen Angaben: Die Versicherung zahlt nicht

Die Versicherung zahlt nicht

Das sollte dir unbedingt bewusst sein: falsche bzw. fehlende Angaben können zur Folge haben, dass das Versicherungsunternehmen im BU-Fall die vereinbarte BU-Rente nicht bezahlen muss. Bleib lieber ehrlich und gehe kein Risiko ein!

Durch eine von dir im Antrag unterschriebene Schweigepflichtentbindungserkl√§rung hat die Versicherung im Leistungsfall die M√∂glichkeit, die gemachten Angaben im BU-Antrag zu kontrollieren. Wenn du die Auszahlung der BU-Rente im Ernstfall beantragst, kann die Versicherungsgesellschaft sich Abrechnungen und gestellte Diagnosen deiner √Ąrztinnen und √Ąrzte bei der zust√§ndigen Kassen√§rztlichen Vereinigung einholen.

Des Weiteren vergleicht die Versicherung die Akten deiner behandelnder √Ąrzte, anderer Heilbehandler und Einrichtungen des Gesundheitswesens (Kliniken, Physiotherapie-Praxen, usw.) mit deinen gemachten Angaben. Bei arglistiger T√§uschung muss die Versicherung die vereinbarte BU-Rente nicht auszahlen.

Lies hierzu auch unseren Artikel„Falschangaben bei den Gesundheitsfragen der BU-Versicherung“

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4. Der Interessenkonflikt:
Kunde vs. Versicherungsvermittler

Ein h√§ufig fast schon todgeschwiegenes Thema beleuchten wir f√ľr dich sehr gern. Eigentlich besteht zwischen dir und dem Vermittler und der Vermittlerin ein Interessenkonflikt von nicht ganz unbescheidenem Ausma√ü. Ber√§t dich der Vermittler oder die Vermittlerin vollumf√§nglich und erst danach kommt heraus, dass aufgrund des Gesundheitszustandes kein BU-Schutz gew√§hrleistet wird, bedeutet es kein Umsatz f√ľr den Berater oder die Beraterin.

Dabei ist erst einmal v√∂llig unerheblich, ob du mit einem Versicherungsvertreter (zumeist Agenturen einer bestimmten Versicherung, wie z.B.: Ergo, Allianz, Gothaer), Versicherungsvertrieben (z.B. MLP, D√ĄF, DVAG) oder einem freien Versicherungsmakler zusammenarbeitest. Grunds√§tzlich kommen √ľber 99 % aller BU-Versicherungen gem√§√ü folgendem Schema zustande.

DOC-BU Insider Micha erklärt es dem Assistenzarzt, Unfallchirurgie, 27 Jahre alt wie folgt:

Du erhältst als Kunde nur einen guten Versicherungsschutz, wenn du im Vorfeld der Antragsstellung deine risikorelevanten Angaben (wie Gesundheitsfragen)gut aufbereitest.

Das ist unmöglich, wenn der Versicherungsvermittler versucht, schnellstmöglich mit dir den BU-Vertrag abzuschließen. Je eher dieses Ziel erreicht wird, desto schneller verdient der Vermittler seine Provision.

Diese ‚Äúschwarzen Vermittlerschafe‚ÄĚ visieren demnach an, m√∂glichst schnell zur Vertragsunterzeichnung, mit m√∂glichst vielen Interessentinnen und Interessenten zu gelangen. Daher liegt es nahe, die Gesundheitsfragen klein zu reden und als eher weniger wichtig darzustellen.

Sozusagen besteht zunächst kein gesteigertes Interesse, dass du möglichst viele und relevante Vorerkrankungen angibst. Das verzögert den Prozess zum Vertragsabschluss und macht ihn gegebenenfalls unwahrscheinlicher.

5. Die richtige Aufarbeitung der Gesundheitshistorie – kompetente, freie Versicherungsmakler/-innen gefragt

Aufarbeitung der Gesundheitshistorie

Eine saubere Aufarbeitung der Gesundheitshistorie bedeutet, dass der Verlauf, die Behandlung und die Ursache der Erkrankung detailliert angegeben werden m√ľssen. Das hei√üt, dass der fachliche Anspruch an den Vermittler und die Vermittlerin w√§chst.

Auf die medizinischen Angaben von Interessenten und Interessentinnen m√ľssen die richtigen Fragen folgen:

  • Was war?

  • Wann war es?

  • Warum war es?

  • Wie wurde behandelt?

  • Ab wann lag Behandlungs- und Beschwerdefreiheit vor?

Die Antworten darauf sollten f√ľr die Risikopr√ľfung guter Arzt-BU-Versicherungen in einen sinngebenden Zusammenhang gebracht werden. Hier findest du ein paar Beispiele f√ľr gut aufbereitete Gesundheitsangaben:„Beispiele Beantwortung Gesundheitsfragen ‚Äď die richtige Vorgehensweise“

Die Kompetenz eines Versicherungsmaklers

Die Kompetenz zeigt sich jedoch nicht ausschlie√ülich in der Expertise, sondern vielfach im vorhandenen Netzwerk- schlie√ülich sind Versicherungsmakler/-innen keine ausgebildeten, erfahrenen Risikopr√ľfer/-innen oder gar Gesellschafts√§rzte/-innen. Umso wichtiger und n√ľtzlicher f√ľr Kunden/-innen ist daher, wenn gute Verbindungen seitens der Vermittler/-innen zu eben genau solchen Ansprechpartnern/-innen bestehen.

In vielen F√§llen ist es von enormer Bedeutung f√ľr Kontext und Erl√§uterung zu sorgen. Hat eine Interessentin z.B. einen Reitunfall erlitten und sich dabei das Kreuzband gerissen, ist zu ber√ľcksichtigen, ob weitere B√§nder, Knorpel, Menisken beteiligt sind oder dort schon zuvor Beschwerden vorlagen. Bei diesem konkreten Fall ist es wichtig, wie lange es zur√ľckliegt und seit wann Beschwerdefreiheit vorliegt.

Des Weiteren ist es f√ľr die Risikopr√ľfung interessant, wenn inzwischen wieder seit drei Jahren regelm√§√üig Sport getrieben wird (ohne Beschwerden im betroffenen Kniegelenk) und auch um welchen Sport es sich konkret handelt.

6. Die Doc-BU Insider Arbeitsweise

Janine Kreiser & Michael Schreiber

„Unsere Erfahrungen mit √Ąrzten und √Ąrztinnen, die bereits seit mehreren Jahren eine BU-Versicherung haben, zeichnen ein Bild, welches wir dringend und mit aller Kraft verbessern m√∂chten. Wenn diese Zeilen dich nicht gleich zu uns, sondern nur dazu f√ľhren, dass du deinem Ansprechpartner diesbez√ľglich auf den Zahn f√ľhlst, so ist aus unserer Sicht schon viel gewonnen!“

Wenn du mehr wissen willst:„Woran erkennst du einen guten Arzt-BU-Berater?“

Wir wollen dich keineswegs vor eine unl√∂sbare Aufgabe stellen. Im Gegenteil, wir m√∂chten dir zeigen, wie wir obige Problematik l√∂sen k√∂nnen. Lies dazu sp√§ter gern auch den Artikel„Beispiele Beantwortung Gesundheitsfragen ‚Äď die richtige Vorgehensweise“

Unsere Philosophie: Wir haben den Anspruch, exzellent in unserem Beruf zu sein. Moral ist f√ľr uns sehr viel mehr als nur ein Wort. Au√üerdem glauben wir an langfristige und gute Kundenbeziehungen. Den oben beschriebenen Interessenkonflikt haben wir f√ľr uns wie folgt gel√∂st:

Anonyme Vorstellung deiner Antworten auf die Gesundheitsfragen bei verschiedenen Versicherungen vor Angebotserstellung

Die Gesundheitshistorie (siehe auch„Gesundheitsfragen bei der Berufsunf√§higkeitsversicherung“) und Freizeitrisiken bereiten wir nach obigem Schema gemeinsam ordentlich auf. Wir fragen f√ľr dich vor Angebotserstellung verschiedene Gesellschaften anonym an, um vorab deine Versicherbarkeit zu kl√§ren und Konditionen zu erfahren. Diese genaue Arbeitsweise f√ľhrt dazu, dass unsere Kunden/-innen im Leistungsfall einfacher und schneller an ihre versicherte Rente gelangen.

Verantwortung vor Verdienst

Andererseits wissen wir nat√ľrlich, dass zum Gl√ľck nicht jeder Arzt/ jede √Ąrztin jemals berufsunf√§hig wird. Wahrscheinlich ist es sogar in diesen F√§llen im Nachhinein ‚Äúegal‚ÄĚ wie gut die Risikovorabkl√§rung gelaufen ist. Dennoch: wir sind davon √ľberzeugt, lieber eine aufwendige Aufarbeitung zu begleiten, als einem unserer Kunden jemals mitteilen zu m√ľssen, dass die beantragte BU-Rente nicht ausgezahlt wird.

Vertrauen durch Kompetenz

Am Ende der Beratung z√§hlt nicht nur die richtige Vorgehensweise zum BU-Vertrag, sondern auch dein Gef√ľhl wirklich gut versichert und beraten worden zu sein. Wir sehen bei unseren Kundinnen und Kunden daher nicht den Wunsch, das Thema BU jemals noch mal aufzurollen. Durch unser planvolles Vorgehen werden vorher besprochene Erh√∂hungsoptionen sowie Dynamiken genutzt, damit die abgesicherte BU-Rente den sp√§teren viel h√∂heren Anspr√ľchen weiterhin gen√ľgt. Lies zur Ausgestaltung der BU auch gern unseren Artikel in der„Kategorie: Ausgestaltung der BU“ und warum „2 BU Vertr√§ge“ sinnvoll sein k√∂nnen.

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Bei den DOC-BU Insidern gelangst du in
sechs Schritten zu deiner perfekten Arzt-BU:

Schema Beratungsprozess einer BU fuer Aerzte und Mediziner

7. Die anonyme Risikovoranfrage

Die anonyme Risikovoranfrage

Wenn du deine Gesundheitshistorie gewissenhaft aufbereitet hast, empfehlen wir vor Antragstellung √ľber den Makler / die Maklerin deines Vertrauens eine sogenannte „anonyme Risikovoranfrage“ bei mehreren Gesellschaften einzureichen.

M√∂chtest du mehr erfahren, empfehlen wir dir unseren Artikel„Beispiele Beantwortung Gesundheitsfragen ‚Äď die richtige Vorgehensweise“

Die Versicherungen reagieren erstaunlich verschieden auf die angegebenen Erkrankungen. Wusstest du, dass die Versicherungen einen BU-Antrag gar nicht annehmen m√ľssen? Vielmehr reichen die M√∂glichkeiten von Beitragserh√∂hung bis zum Ausschluss einer bestimmten Erkrankung. Daher r√ľhrt unsere oft genutzte Aussage:

„Die Frage ist nicht, ob du eine BU-Versicherung abschlie√üen m√∂chtest, sondern ob du eine abschlie√üen darfst!“

8. Warum ist die anonyme Risikovoranfrage wichtig?

So wirst du zum schwarzen Schaf

Lehnt die Versicherungsgesellschaft, aufgrund deines Gesundheitszustands, den beantragten Berufsunf√§higkeitsschutz ab, wird dies in einer √ľbergeordneten Datenbank erfasst. Alle Versicherer k√∂nnen darauf zugreifen: https://www.informa-his.de/his-online

Was die Versicherungen eingerichtet haben, um sich vor Betrug und Missbrauch zu sch√ľtzen, kann f√ľr den Antragsteller zum Bumerang werden. Das bedeutet, wenn du deinen BU-Antrag bei nur einer Gesellschaft einreichst und das Ergebnis „Ablehnung“ erh√§ltst, k√∂nnen andere Versicherer das ebenfalls einsehen. Somit wird es f√ľr dich schwerer, √ľberhaupt einen Versicherungsschutz zu erhalten.

Uns pers√∂nlich erschlie√üt sich bis heute nicht der Grund, warum man einer Versicherung solch hochsensible Daten geben sollte, ohne vorher zu wissen, ob der gew√ľnschte BU-Versicherungsschutz zustande kommen wird.

Unsere Lösung: die anonyme Anfrage

Um dennoch vor Antragstellung eine Einsch√§tzung zu deiner Versicherbarkeit zu erhalten, ist die Erstellung einer anonymen Risikovoranfrage bei verschiedenen Gesellschaften empfehlenswert. Hier kannst du auf unsere Unterst√ľtzung bauen.

Oft herrscht der Glaube, dass die Anbieter die Gesundheitshistorie gleicherma√üen bewerten ‚Äď doch weit gefehlt. Jede Versicherung, mitunter auch die unterschiedlichen Risikopr√ľfer innerhalb derselben Versicherung, beurteilen die erhaltenen Gesundheitsinformationen unterschiedlich. So kann von einer Normalannahme bis Ablehnung alles dabei sein. Damit du mit deinem Gesundheitszustand den bestm√∂glichen Versicherungsschutz erh√§ltst, ist eine Risikovoranfrage unerl√§sslich.

9. Folgende Ergebnisse der anonymen Risikovoranfrage sind möglich

Hier haben wir dir die m√∂glichen Antworten aufgeschl√ľsselt:

  • Normalannahme

  • Ablehnung

  • Ausschluss (bspw. linkes Knie)

  • Risikozuschlag (= Beitragserh√∂hung)

  • Ausschluss oder Risikozuschlag mit Nachschaum√∂glichkeit (vorerst Ausschluss der betroffenen K√∂rperstelle und nach x Jahren gibt es eine erneute Pr√ľfung, ob bspw. das Knie nun doch in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden kann)

10. Was ist eine Ausschlussklausel in einer Berufs­unfähig­keits­ver­siche­rung?

Es wurde das Handgelenk aufgrund einer Sportverletzung aus 2013 vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Nun f√ľhrt diese alte Verletzung am Handgelenk dazu, dass es sich versteift und die √Ąrztin ihre chirurgische T√§tigkeit nicht mehr in vollem Umfang ausf√ľhren kann.

Das bedeutet, dass sie aufgrund der Ausschlussklausel keine Auszahlung aus ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erwarten kann.

TIPP VON DEN DOC-BU INSIDER:
Schlie√üe keinen Vertrag f√ľr eine Berufsunf√§higkeitsversicherung f√ľr √Ąrzte und √Ąrztinnen ab, ohne dass vorab eine anonyme Risikovoranfrage gestellt wurde!

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11. Beispiele unserer Risikovoranfragen aus der Praxis

Dein Vorteil ist unsere Philosophie

Wir m√∂chten dir exemplarisch einige interessante Angaben aus der Gesundheitshistorie vorstellen. Schau dir an, wie unterschiedlich Entscheidungen (Votum) eines Versicherers sein kann, wenn √Ąrzte fehlerhafte oder unvollst√§ndige Diagnosen stellen und wie wichtig deine Mitarbeit ist.

Erkrankungen wie Appendizitis, Angina pectoris, Muttermalentfernung, Bruxismus / Knirscherschiene usw. werden wir hier nicht auff√ľhren; sie sind zumeist auf dem Antrag (Fragen genau lesen und verstehen!) anzugeben, jedoch unproblematisch f√ľr den Erhalt des Versicherungsschutzes.

Fall 1:  Magen-Darm-Infekt

Dieser war eine wirklich komplexe Ansammlung verschiedener Diagnosen bspw. einer Hauterkrankung sowie diverse Falschabrechnungen beim Gynäkologen. Durch die Kundin konnten diese Tatsachen mittels Eigenerklärung nachvollziehbar dargelegt und richtiggestellt werden.

  • Falschabrechnung Magen-Darm-Infekt:

    • codiert wurde eine depressive St√∂rung F33.9 durch den Hausarzt (!)
    • abgerechnet und als gesicherte Diagnose gestellt: Reizdarmsyndrom
    • Richtigstellung via Eigenerkl√§rung: Es war eine akute, schnell wieder ausgeheilte Erkrankung im Zusammenhang mit der Verdauung.

„Die Fehldiagnose durch den Hausarzt und die Gyn konnten nicht als gesichert angenommen werden, auch wenn diese so abgerechnet wurden. Die Kundin widerlegte jede einzelne Abrechnung durch eine Eigenerkl√§rung, die auch den zeitlichen Ablauf widerspiegelte und dadurch einen gro√üen Teil der Glaubw√ľrdigkeit abbildete.“

Votum 1:

  • unsinniger Ausschluss einer Hauterkrankung, weil eine eigentlich zu vernachl√§ssigende Angabe (Erkrankung aus dem Kindesalter, die von einem Arzt weiter in der Abrechnung mitgef√ľhrt wurde, aber keinerlei Krankheitswert mehr hatte) abgerechnet wurde
  • zus√§tzlich zwei Frageb√∂gen (Psyche und Magen/Darm) angefordert

„Der Anbieter glaubt der Kundin (die ja selbst √Ąrztin ist) offenbar nicht. Wir m√∂gen das Anfordern der Frageb√∂gen nicht, da sie h√§ufig die Begrenzung der Abfragezeitr√§ume umgehen. Demnach w√§re dieser Versicherer nicht die erste Wahl.“

Votum 2:

  • „Abkl√§rung der sogenannten Falschdiagnosen mit entsprechenden √§rztlichen Stellungnahmen der diagnostizierenden √Ąrzte vor allem zu‚Ķ“ und „Alle fach√§rztlichen Arzt-, Befund-, Kontroll- und Verlaufsberichte einschlie√ülich einer aktuellen Kontrolluntersuchung“
  • medizinischen Risikozuschlag von 50 % f√ľr das Reizdarmsyndrom
  • einen Ausschluss der Hauterkrankung

„Hier wird dem Fakt, dass die Interessentin selbst √Ąrztin ist, keine Beachtung geschenkt. Au√üerdem wird der potenziellen Kundin extrem viel Zuarbeit abverlangt. F√ľr uns erscheint dieses Votum eher als „Abgebot“ (Ablehnung). Wir empfinden diese Vorgehensweise als unfair. Schlie√ülich ist man als Patient/-in den Abrechnungen seines Arztes/seiner √Ąrztin praktisch ausgeliefert.“

Votum 3:

  • zun√§chst 25 % Risikozuschlag angeboten
  • Zus√§tzliches Angebot: Verzicht auf den Risikozuschlag, wenn noch in einem bestimmten Bereich n√§here Ausf√ľhrungen hinsichtlich Reizdarm gemacht werden k√∂nnen, was nachtr√§glich erledigt wurde
  • keine Ausschl√ľsse
  • Ergebnis: Dieser Anbieter bietet eine Normalannahme!

Der Risikopr√ľfer hat sich offensichtlich Zeit genommen und sich die Stellungnahmen aufmerksam durchgelesen. Au√üerdem wurde ber√ľcksichtigt, dass die Interessentin √Ąrztin ist und ihr entsprechend die Kompetenz zugesprochen, ihren Behandlungs-& Beschwerdeverlauf ehrlich darzustellen.“

Wir m√∂chten ausf√ľhren, wie es im Nachgang weiterging. Die Kundin freute sich zwar √ľber die Normalannahme, hatte aber dennoch ein „nicht so gutes Gef√ľhl“. Sie stellte sich die Frage: „Was wenn doch noch irgendwo was fehlt?“ Das Gef√ľhl war nicht rational, was sie auch best√§tigte. Wir boten ihr eine L√∂sung mit stark vereinfachten Gesundheitsfragen vom HDI an. Bei diesen einfachen Fragen war sie sich sicher, keine Arztbesuche zu vergessen. So konnte sie mit einem optimalen Gef√ľhl die Versicherung abschlie√üen.

In nur wenigen Teilbereichen war der HDI inhaltlich geringf√ľgig schw√§cher aufgestellt als der Anbieter, welcher mit Normalannahme votierte. Es konnten statt der avisierten 2.500 Euro BU-Rente erst einmal nur 2.000 versichert werden. Die Rahmenbedingungen f√ľr das vereinfachte Verfahren lie√üen eine h√∂here Absicherung vorerst nicht zu. Jedoch konnte die Assistenz√§rztin etwas sp√§ter aufgrund eines Anlasses, wie es die Bedingungen vorsehen (bspw. Heirat, Geburt eines Kindes, Kreditaufnahme etc.), ohne erneute Gesundheitspr√ľfung auf 2.500 Euro erh√∂hen.

Kundin ist K√∂nigin. Wir suchen nach L√∂sungen. Als √Ąrztin oder Arzt konzentrierst du dich auf deinen Job und wir geben alles in unserem.

Fall 2: Erkrankung Pigmentdispersionssyndrom

Votum 1:

  • Ausschluss beider Augen

Votum 2:

  • Keinerlei Ausschluss
  • vereinfachte Gesundheitsfragen f√ľr √Ąrzte
  • Beschr√§nkung auf max. 2.000 Euro BU-Rente initial

Votum 3:

  • Ausschluss Glaukom

Votum 4:

  • Ausschlussklausel Auge beidseitig und Farbsinnst√∂rung

„Der Facharzt f√ľr Innere Medizin entschied sich f√ľr Votum 3, weil er dort bis 3.000 Euro initial versichern konnte. Au√üerdem gelingt bei diesem Versicherer die Erh√∂hung auf maximal 6.000 Euro BU-Rente ohne erneute Risikopr√ľfung. Unserem Kunden war es wichtig, sein zuk√ľnftiges Nettoeinkommen absichern zu k√∂nnen. Dies ist eine nachvollziehbare Entscheidung, vor allem wenn man ber√ľcksichtigt, dass der n√§chste Karriereschritt zum Oberarzt ein Nettogrundgehalt nahe 7.000 Euro/Monat bedeutet.“

Fall 3: Handgelenksganglion vor einem halben Jahr, Eosynophile √Ėsophagitis vor √ľber sieben Jahren

Votum 1:

  • Ablehnung

Votum 2:

  • Ausschluss Handgelenk
  • Mit einer Pr√ľfoption in zwei Jahren. Bestehen in zwei Jahren keinerlei Beschwerden/Folgen, w√ľrden wir den Ausschluss aus dem Vertrag wieder herausnehmen.

Votum 3:

  • Ausschluss Handgelenksganglion
  • Mit Nachschauoption / √úberpr√ľfung in sechs Monaten

„Der Arzt in der Weiterbildung entschied sich f√ľr den Versicherer mit Votum 3. Wir sahen den Vorteil darin, dass er nach kurzer Vertragslaufzeit vollst√§ndig versichert ist. Bei entsprechend regelrechten Verlauf und vollst√§ndiger Belastungsf√§higkeit, wird der Risikoausschluss entfallen, sodass im Ergebnis eine Normalannahme mit nachvollziehbarem zeitlichem Verzuge steht.“

Das Votum allein ist nicht ausschlaggebend. Da im ersten Schritt der Risikovoranfrage nur die Versicherer angefragt werden, die neben einer guten Risikopr√ľfung auch hervorragende und passende Bedingungen haben, ist die Wahl im Anschluss oft relativ klar. Es bedarf nur in wenigen F√§llen das Anfragen weiterer Anbieter.

12. Sonderaktion: Nachteile einer vereinfachten Gesundheitspr√ľfung

Nachteile einer vereinfachten Gesundheitspr√ľfung

Generell ist es sinnvoll, den Prozess der Risikovorabpr√ľfung komplett zu durchlaufen, um wirklich alle Absicherungs-Optionen zu kennen. Wenn du dich von vornherein f√ľr eine vereinfachte Gesundheitspr√ľfung entscheidest, hast du nur Zugriff auf wenige Aktionsangebote.

Damit schr√§nkst du deine Auswahl f√ľr Sonderangebote der verschiedenen Versicherungsunternehmen enorm ein. Daher pl√§dieren wir prinzipiell f√ľr eine umfangreichere Gesundheitspr√ľfung.

Zus√§tzlich solltest du wissen: Die allermeisten Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen haben Einschr√§nkungen hinsichtlich der maximal versicherbaren BU-Rente, der Beitragsdynamik, der Nachversicherung und des Eintrittsalters. Ein noch sehr viel bedeutender Nachteil der vereinfachten Gesundheitspr√ľfung in der Berufsunf√§higkeitsversicherung liegt darin, dass sie nicht ausgewogen und gut kalkuliert sind. Mit anderen Worten, viele Sonderaktionen haben nur ein Ziel: m√∂glichst viele Neukunden erreichen und zum Abschluss bewegen.

Das wiederum ist nachteilig f√ľr die Versichertengemeinschaft. Der Grund daf√ľr ist, dass Menschen Zugang zum Versicherungsschutz erhalten, deren Wahrscheinlichkeit BU zu werden recht hoch ist. Das hat auf lange Sicht fatale Auswirkungen auf die monatlichen Beitr√§ge f√ľr die BU-Versicherungsnehmer.

13. Wann solltest du dennoch auf Sonderaktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen f√ľr √Ąrzte und Medizinstudenten zur√ľckgreifen?

Wie uns das Leben lehrt, gibt es nat√ľrlich auch immer die eine oder andere Ausnahme. Diese m√∂chten wir dir nat√ľrlich nicht vorenthalten. BU-Sonderaktionen sind sinnvoll, …

  • wenn das Angebot zu deinem Bedarf passt. Das hei√üt, etwaige Einschr√§nkungen der Sonderaktion entfallen perspektivisch oder die Einschr√§nkung f√§llt generell nicht ins Gewicht. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Sonderaktion bis max. 2.000 Euro BU-Rente funktioniert. Du als Facharzt/-√§rztin hast bereits 3.000 Euro versichert und m√∂chtest jetzt noch 1.000 Euro hinzu versichern.

  • wenn es sich um eine Sonderaktion handelt, die nach unseren strengen Kriterien vertretbar ist. Das sind solche, die dennoch wichtige risikoerhebliche Erkrankungen „herausfiltern“, es sich um verl√§ssliche Anbieter und um eine sinnvoll fest definierte Zielgruppe handelt.

  • wenn normale Gesundheitsfragen zu Risikoausschl√ľssen und -zuschl√§gen f√ľhren, die es mit vereinfachten Fragen nicht gegeben h√§tte und auch nicht nach einem bestimmten Zeitablauf entfallen k√∂nnen. Bsp.: Der Kreuzbandriss aus der vorletzten Skisaison, welcher zu einem Ausschluss des betreffenden Knies f√ľhrt. Gibt es in der Folge keine weiteren Beschwerden und Behandlungen, so kann der Ausschluss nach 24 Monaten wieder entfallen.

14. Warum wir nicht 20 oder 30 Anbieter auf einmal nach der Versicherbarkeit unserer √Ąrztinnen und √Ąrzte fragen

Die anonyme Risikovoranfrage: Immer wieder sehen wir, wie Vermittler damit werben, dass sie gleichzeitig dutzende Anbieter anfragen. Was zuerst einmal gut klingt, ist f√ľr dich als Endkunden jedoch √§u√üerst ung√ľnstig. Warum? Das erkl√§ren wir dir in wenigen Stichpunkten.

Hier f√ľhren wir auf, warum du bei einer solch weiten Streuung zwangsl√§ufig schlechtere Ergebnisse erzielst:

  • Versicherungen m√∂gen Risikovoranfragen im Grunde nicht. Das liegt an der sehr schwachen Quote sp√§terer Vertragsabschl√ľsse. Der Aufwand f√ľr die Risikopr√ľfung einer Versicherung ist so gro√ü wie bei einem eingereichten BU-Antrag. Aus Risikovoranfragen werden aber nur 6 – 8 % der F√§lle auch zahlende Kunden.
  • Keine Versicherung nimmt Vermittler Ernst oder bevorzugt sie auch noch in besonderer Weise, wenn auf 30 Anfragen nur ein Vertrag zustande kommt. Im Zweifel wird dann entweder gar kein Service mehr geboten oder einfach schlechtere Voten vergeben.

  • Aus vielen Gespr√§chen wissen wir: Aus Sicht der Versicherung geh√∂ren die breite Streuung bei Risikovoranfragen und schlechte Qualit√§t der Gesundheitsangaben zusammen. Mit anderen Worten, wer breit streut, liefert √ľberdurchschnittlich oft l√ľckenhafte Informationen, was noch zu zus√§tzlichen R√ľckfragen und Mehrarbeit f√ľhrt.

Aber wie haben wir es zu deinem Vorteil gelöst?

Wir haben uns √ľberlegt, dass wir uns mit anderen ausgew√§hlten Maklerkollegen/-innen zusammenschlie√üen. Somit bilden wir eine Gemeinschaft: die BU-Beratungs-Elite sozusagen, um f√ľr unsere Kunden bessere Ergebnisse zu erzielen.

Das funktioniert so:

  • Wir sichern zu, Risikovoranfragen im ersten Schritt nur an wenige, „Spitzen-Anbieter“ zu schicken. So erhalten diesen nach aufwendiger Risikoeinsch√§tzung, eine faire Chance den Vertrag zu erhalten.

  • Als Gegenleistung bekommen wir besonderen Service. Dieser umfasst zum Beispiel die extra f√ľr uns eingerichteten E-Mail-Adressen zu Risikopr√ľfern. Mit anderen Gesellschaften wurden Codew√∂rter in der Betreffzeile vereinbart, womit die Mails gefiltert werden. Diese Nachrichten werden sp√§ter schneller bearbeitet. Au√üerdem werden sich die Angaben in der Regel sehr viel genauer angeschaut und es gibt oft sogar noch hilfreiches Feedback, wie √ľber spezifische Zusatzinformationen ein noch besseres Votum erreicht werden kann.

  • Dar√ľber hinaus k√∂nnen wir uns an leitendes Personal wenden, mit denen 95 % aller Vermittler nie in Kontakt kommen. Das hilft, wenn z.B. ein Votum nicht nachvollziehbar war oder (was leider noch immer viel zu h√§ufig vorkommt) es bei Erh√∂hungen in Bestandsvertr√§gen hakt. Au√üerdem hilft der direkte Kontakt, weil wir so unseren Kunden viel transparenter √ľber getroffene Entscheidungen informieren k√∂nnen.

All das kann dir helfen, sehr viel besser und einfacher an einen sauberen, rechtssicheren BU-Vertrag zu kommen.

15. Fazit

Die anonyme Risikovoranfrage ist unerl√§sslich, wenn du Vorerkrankungen hattest oder spezielle Freizeitaktivit√§ten aus√ľbst. Mittels der Antworten der Versicherer, kannst du dir die Rosin(en) und damit deinen individuell besten BU Anbieter heraussuchen.

Wir helfen dir gern bei der korrekten Aufbereitung deiner Gesundheitshistorie und der Auswahl deiner Arzt-Berufsunfähigkeitsversicherung.

√úber die Autoren Janine Kreiser & Michael Schreiber

Die DOC-BU Insider und die Verfasser der Wiki-Artikel sind Janine Kreiser und Michael Schreiber. Wir beraten deutschlandweit berufsstartende √Ąrztinnen und √Ąrzte sowie Medizinstudentinnen und Medizinstudenten im Bereich der Berufsunf√§higkeitsversicherung (BU). Als freie Arzt-Berater helfen wir dir dabei, die f√ľr dich beste Berufsunf√§higkeitsversicherung herauszufiltern.

Da sie die wichtigste Versicherung f√ľr dich ist, haben wir es uns mit diesem Arzt-BU-Wiki zur Aufgabe gemacht, dir alle Informationen an die Hand zu geben.

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